Rehabilitation-nachWirbelsäulenoperation aus ORTHOpress
Die Rehabilitation nach der Wirbelsäulenoperation aus ORTHOpress
Damit Sie schnell wieder fit werden
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Die Rehabilitation nach der Wirbelsäulenoperation
Eine Rehabilitationsmaßnahme, kurz Reha genannt, dient der Wiederherstellung der Gesundheit und der damit verbundenen Wiederteilnahme am gesellschaftlichen und beruflichen Leben. Damit dieses Ziel erreicht wird, ist zum einen der Patient gefordert, im Rahmen seiner Möglichkeiten aktiv an seiner Genesung mitzuwirken, zum anderen muss die entsprechende professionelle Betreuung vorhanden sein. Um nach einer Wirbelsäulenoperation schnell wieder aktiv sein zu können, sind somit einige wesentliche Punkte zu beachten.
Zunächst einmal muss die Behandlung, die während der Rehabilitation durchgeführt wird, individuell auf Sie und Ihre Erkrankung abgestimmt werden. Auch die Kommunikation zwischen Operateur und betreuendem Arzt muss stimmen, um die Behandlung optimal gestalten zu können. Es ist wichtig zu beachten, dass die Reha nicht bloß ein Anhängsel der Operation ist, sondern dazu dient, die Krankheit auszuheilen, um eine erneute Erkrankung zu verhindern. Ein paar bloße krankengymnastische Übungen reichen aus diesem Grund nach einer größeren OP nicht aus.
Gehen oder bleiben? – Die ambulante Reha wird von den Krankenkassen bevorzugt
Durch eine einheitliche Qualitätssicherung besteht zwischen der stationären und der ambulanten Reha heute kein Unterschied mehr. Eine stationäre Reha wird jedoch nur von der Krankenkasse/Rentenversicherung bezahlt, wenn eine ambulante Behandlung ausgeschlossen werden muss. In Ballungszentren liegt die Zahl derer, die ambulante Reha-Zentren aufsuchen, bereits bei über 20 Prozent. Wichtige Voraussetzung bei dieser Form der Rehabilitation ist jedoch, dass der Patient mehrere Stunden am Tag die Einrichtung besucht, um einen entsprechenden Therapieerfolg gewährleisten zu können. Stationäre und ambulante Reha sind in Umfang und Komplexität somit gleichwertig. In ländlichen Gegenden wird hingegen öfter die stationäre Reha verordnet, da die Anbindung an entsprechende Zentren nicht immer gegeben ist.
Schonendes Training kräftigt die Muskulatur
In den ersten sechs Wochen nach der Operation stabilisiert sich die Wirbelsäule wieder, indem sie langsam ausheilt. Dies gilt jedoch nur für den operierten Teil der Wirbelsäule. Die anderen Segmente müssen sogar bewegt werden, um Verspannungen und spätere Bewegungsstörungen zu vermeiden. Denn das oberste Ziel der gesamten Reha ist es, die Wirbelsäulenstatik so weit wie möglich wiederherzustellen. Um dieses Ziel zu erreichen, steht Ihnen im Idealfall während der Reha ein eingespieltes Team zur Seite, das unter anderem aus Physiotherapeuten, Masseuren und Sportwissenschaftlern besteht. Um möglichen muskulären Dysbalancen vorzubeugen, ist eine Kräftigung der Rückenmuskulatur wichtig. Gezielte Übungen an entsprechenden medizinischen Fitnessgeräten bauen die Muskulatur schonend auf und helfen die Mobilität wiederzuerlangen. Wer das Training an den Geräten nicht so gerne mag: Beim Schwimmen kann man nicht nur sehr gut und gezielt die Rückenmuskeln trainieren, sondern auch herrlich entspannen, da im Wasser die Gelenke weniger belastet werden, was viele als angenehm empfinden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass nur das Rückenschwimmen erlaubt ist. Brust- und Kraulschwimmen belasten die operierte Wirbelsäule zu stark und sind aus diesem Grund tabu!
Hören Sie auf Ihren Körper
Neben den aktiven Maßnahmen während der Reha sollten Sie auch auf die nötige Erholung und Entspannung achten. Massagen, ausreichende Ruhezeiten oder ein gutes Buch helfen dabei, sich zu regenerieren. Versuchen Sie diese Ruhezeiten auch nach der Reha beizubehalten. Durch Stress verspannt der Körper und es kann zu neuen Beschwerden am Rücken kommen.
von Doris Große-Frintrop
Was Sie vor/während der Reha beachten sollten:
- Stehen Ihr Operateur und zuständiger Rehabilitationsarzt in Kontakt? Klappt die Kommunikation zwischen den beteiligten Ärzten?
- Erhalten Sie einen individuell angefertigten Therapieplan, der auch Ihre Wünsche/Ziele berücksichtigt? („Ich möchte wieder Sport machen können!“)
- Werden Ihre persönlichen Befindlichkeiten berücksichtigt? Werden z. B. Übungen angepasst, wenn die Durchführung Ihnen Schmerzen bereitet? Werden Schmerzen gezielt behandelt und therapiert?
- Werden Fortschritte täglich dokumentiert und wird der Therapieplan gegebenenfalls geändert bzw. korrigiert?
- Werden auch andere Erkrankungen berücksichtigt und behandelt, wird z. B. bei starkem Übergewicht ein Diätassistent hinzugezogen?
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