Neue-Hüfte aus ORTHOpress

AOZ-Tagesklinik-Düsseldorf
Ambulantes Operationszentrum Düsseldorf

Facharztzentrum – PraxisKlinik
Ambulante minimal-invasive Chirurgie
Privat und alle Kassen
Grafenberger Allee 136
40237 Düsseldorf
Tel. 0211 / 66 60 06


Dr. med. Roland Weidenbach

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Spezielle orthopädische Chirurgie
Sportmedizin / Chirotherapie / Akupunktur
Schwerpunkte:
minimalinvasive Hüftendoprothetik, Knieendoprothetik und
Schulterendoprothetik
Primäre und Wechselendoprothetik
Hüftarthroskopie
Knorpelzelltransplantationen
Sporttraumatologie
Arthroskopische Knieoperationen – Schulterchirurgie
Einbrunger Str. 66
40489 Düsseldorf-Nord-Wittlaer-Kaiserswerth
Telefon: +49 211 479 05 58
www.one-duesseldorf.de


Die Hüftarthrose
Die Hüftoperation
Die Hüftarthroskopie-Spezialist-Düsseldorf-Essen-NRW
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Neue Hüfte aus ORTHOpress

Neue Hüfte – Neuer Gang


Die ersten Schritte mit dem Ersatzgelenk

Zu den Gelenken, die am häufigsten durch eine Prothese ersetzt werden, gehört das Hüftgelenk. Eine entsprechende Operation gehört inzwischen zu den Routineeingriffen. Doch wie geht es anschließend weiter? Hier ist vor allem eine intensive Mitarbeit des Patienten gefragt. Denn um die Möglichkeiten des Implantats voll auszuschöpfen, bei dem es sich immerhin um einen gewöhnungsbedürftigen Fremdkörper handelt, ist ein umfangreiches Rehabilitationsprogramm erforderlich. Dazu gehört neben physikalischen Anwendungen wie Wärmebehandlung, Elektrotherapie und Massagen vor allem ein aktives krankengymnastisches Trainingsprogramm, das bereits im Krankenhaus beginnt und anschließend entweder ambulant oder in einer Reha-Klinik fortgesetzt wird.

Vorrangiges Ziel der postoperativen Nachbehandlung ist es, die Stabilität und Beweglichkeit Ihres Hüftgelenks wiederherzustellen. Dazu ist es vor allem wichtig, dass Ihre Muskulatur wieder richtig mitspielt. Hier ergibt sich gewöhnlich ein gewisser Nachholbedarf. Denn zum einen besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich im Laufe Ihrer Erkrankung eine Schonhaltung angewöhnt haben, die zu einer Verkürzung der gelenkübergreifenden Muskeln geführt hat. Zum anderen tragen auch die Operation selbst und die durch den Klinikaufenthalt erzwungene körperliche Inaktivität zu einer Muskelschwächung bei.
Ungünstige Bewegungsabläufe müssen korrigiert werden
Dementsprechend ist es nahe liegend, dass die Integration Ihrer neuen Hüfte in Ihren Alltag in der Regel ein beträchtliches Maß an Intensität verlangt. Die Zeitspanne, bis dieser Prozess abgeschlossen ist, umfasst im Durchschnitt drei bis sechs Monate. Viel hängt davon ab, wie alt Sie sind, in welchem Zustand sich die Strukturen Ihres Gelenks befinden und um welche Art von Endoprothese es sich handelt. Nach der Operation kommt es zunächst darauf an, den Knochenstoffwechsel durch Bewegung und leichte Belastungen des betroffenen Gelenks anzuregen, um das neue Implantat besser in seinem Knochenlager zu verankern. Darüber hinaus sollen Sie lernen, ungünstige Bewegungsabläufe, die sich im Laufe der Zeit eingeschlichen haben, durch ein konsequentes Gangtraining und eine Koordinationsschulung zu korrigieren. Damit Ihre Muskulatur Sie dabei entsprechend unterstützt, müssen verkürzte Muskeln durch Dehnübungen verlängert werden.
Die Beweglichkeit wird schrittweise verbessert
Mit den ersten krankengymnastischen Übungen starten Sie bereits am Tag nach der Operation. Oberstes Ziel in diesem frühen Stadium ist es, neben der Thrombosevorbeugung die Beweglichkeit Ihres operierten Gelenks schrittweise zu verbessern, um einen weiteren Abbau der Muskeln sowie eine Einsteifung zu verhindern. Zu diesem Zweck wird man so genannte isometrische Übungen mit Ihnen durchführen, bei denen die Muskulatur ohne Änderung der Längenausdehnung angespannt wird. Nach etwa einer halben Woche wird das Gymnastikprogramm erweitert. Nun werden Sie zum ersten Mal nach Ihrem Eingriff Beuge- und Streckbewegungen am Hüft- und Kniegelenk ausführen – zunächst unter Hilfestellung, später selbständig. Hinzu kommen Anspannungsübungen für die Kniestreckmuskulatur und die Muskelgruppen, die die Hüfte nach innen drehen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Kräftigung der Armmuskulatur. Dies wird Ihnen Ihre ersten Schritte auf eigenen Beinen, die Sie mit Hilfe zweier Unterarmstützen oder evtl. eines Gehwagens machen, erleichtern. Schließlich ist die Gangschulung, die bereits drei bis vier Tage nach der Operation beginnt, der zentrale Bestandteil Ihrer Rehabilitation. Dabei sind besonders in der ersten Zeit viel Geduld und auch ein gewisses Maß an Umsicht notwendig. Völlig falsch wäre es, gleich zu Anfang über das Ziel hinauszuschießen. Daher ist es sinnvoll, ein paar Vorsichtsmaßregeln zu beachten:

  • Belasten Sie das operierte Bein zunächst nur mit seinem Eigengewicht und rollen Sie über Ferse und Ballen ab.
  • Vermeiden Sie es nach Möglichkeit, den Oberkörper über dem auf dem Boden stehenden Bein zu drehen.
  • Unterlassen Sie Seitschritte.

Wenn Sie sich konsequent an den verschiedenen Schulungen und therapeutischen Anwendungen beteiligen, werden Sie bald ein besseres Gefühl für das neue Gelenk bekommen. Dabei sollten Sie das Ziel vor Augen haben, sich am Ende Ihres Klinikaufenthalts ohne fremde Hilfe fortbewegen und eine Treppe hinauf- und hinabgehen zu können.
Tipps für die ersten Monate nach der Operation

  • Beugen Sie Ihre Hüfte nie mehr als 90 Grad.
  • Sie sollten eine ausgeprägte Innen- oder Außendrehung des Hüftgelenks vermeiden.
  • Spreizen Sie das operierte Bein nach Möglichkeit nicht über die Mittellinie des Körpers hinaus.
  • Achten Sie darauf, dass Sie sich beim Sitzen nicht zu weit zurücklehnen, und stützen Sie dabei Ihr operiertes Bein auf dem Boden ab. Nicht zu empfehlen ist es, mit übereinander geschlagenem, angespreiztem und nach innen gedrehtem Bein zu sitzen. Von weichen, tiefen Sesseln wird abgeraten.

Die Krankengymnastik wird intensiviert
Für den Fall, dass die Behandlung ohne Komplikationen verläuft, können Sie bei einer zementierten Prothese spätestens sechs bis acht Wochen nach dem Eingriff das operierte Bein stärker belasten und sich auf eine Unterarmstütze beschränken. Dieser Zeitraum ist bei einer zementfreien Prothese etwas länger. In der Regel geht man davon aus, dass die Umstellungsphase auf eine Unterarmstütze bis zu einem Monat dauern kann. Anschließend beginnen Sie damit, ganz ohne Hilfsmittel zu gehen. Damit die Muskulatur entsprechend mitmacht, wird die Krankengymnastik intensiviert. Empfohlen wird, mehrmals am Tag folgende Übungen durchzuführen:

  • Hüftabspreizung: Legen Sie sich auf die nicht operierte Seite und platzieren Sie zwei Kissen zwischen die Beine. Strecken Sie das operierte Bein in Verlängerung zum Oberkörper und spreizen Sie es bei gestreckter Hüfte in Richtung Zimmerdecke ab.
  • Hüftbeugung in Rückenlage: Beugen Sie das Kniegelenk des nicht operierten Beines, strecken Sie dabei Ihr operiertes Bein und spannen Sie die Oberschenkelmuskulatur an. Gleichzeitig versuchen Sie, das operierte Bein ein wenig von der Unterlage anzuheben.
  • Dehnübungen in Rückenlage: Ziehen Sie zuerst beide Beine gegen den Brustkorb und halten Sie das Knie des nicht operierten Beins am Brustkorb fest. Nun versuchen Sie, das operierte Bein langsam auf die Unterlage abzulegen.

Auch die mentale Einstellung spielt eine Rolle
Neben dem körperlichen spielt auch das so genannte mentale Training eine wichtige Rolle. Dazu bedarf es einer gezielten Schulung, bei der Sie lernen, Bewegungsabläufe gedanklich vorwegzunehmen und sie bei der Ausführung gezielt zu steuern und zu kontrollieren. So wird es Ihnen zunehmend leichter fallen, sich auf Ihre neue Situation einzustellen und Ihren Lebens- und Handlungsspielraum zu erweitern.
von Klaus Bingler


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