Ernährungsberatung-München
Ernährungsberatung-München
Ernährungsberatung / Ernährungsmedizin
» Was ist Ernährungsmedizin?
» Für wen ist Ernährungsberatung / medizin wichtig? und Vitalstoffe
» Das bringt Ernährungsberatung / -medizin
» Ernährungsberatung – die richtige Strategie
» Kleines Lexikon der Nähr
» Nahrungsergänzungsmittel
» FAQs zum Thema Ernährungsberatung / Ernährungsmedizin
Lustlos? Unfit? Diätmüde? Essen Sie sich gesund!
Für Gesundheit, Wohlbefinden, gutes Aussehen und Krankheitsvorsorge: die richtige Ernährung ist eine der natürlichsten und wirkungsvollsten Methoden, um jung und gesund zu bleiben. Aber was ist die richtige Ernährung? Wie kann man sie im Alltag umsetzen? Was kann man damit erreichen? Dazu finden Sie hier alles Wichtige.
Was ist Ernährungsmedizin?
Ernährungsmedizin zeigt Wege zur individuellen optimalen Ernährung. Wie diese aussieht, hängt unter anderem von den persönlichen Zielen ab. Zum Beispiel davon, ob
- Gewichtsreduzierung und Figuroptimierung
- Gesunderhaltung oder
- Krankheitsvorbeugung und -therapie im Vordergrund stehen.
Für wen ist Ernährungsberatung / -medizin wichtig?
Ernährungsmedizin ist für jeden wichtig, der gesund bleiben will.
Falsche Ernährung ist mittlerweile eine der Hauptursache für Krankheiten und vorzeitigen Tod. Nicht umsonst heißt es, dass sich heute die meisten Menschen mit Messer und Gabel umbringen. Häufigstes Problem ist dabei Übergewicht. Aber auch Mangelerscheinungen durch falsche Diäten und Essstörungen treten immer öfter auf.
Tatsächlich ernähren sich die wenigsten Menschen aus gesundheitlicher Sicht optimal. Das hat verschiedene Gründe:
1. Optimale Ernährung ist ein komplexes Thema. Zum Beispiel zählt nicht nur, welche Lebensmittel wir essen. Es kommt auch darauf an, zu welcher Tageszeit, in welcher Reihenfolge und in welcher Kombination sie auf den Tisch kommen. Viele Vitamine etwa können nur in Verbindung mit Fettsäuren verwertet werden, bestimmte Vitamine und Mineralstoffe blockieren sich gegenseitig.
2. Es gibt kein Rezept, das für alle Menschen passt. Jede Ernährungsempfehlung muss die verschiedensten, individuellen Faktoren berücksichtigen. Medizinische wie praktische. Zum Beispiel hat ein Berufstätiger wenig von dem Rat, lieber mittags als abends groß zu kochen. Vegetariern nützen die Hinweise auf Fleischgerichte wenig. Außerdem brauchen unterschiedliche Stoffwechseltypen unterschiedliche Ernährungsstrategien, weil sie anders auf Nahrungsmittel reagieren. Bei kohlenhydratsensiblen Menschen zum Beispiel führen Kohlenhydrate schneller zur Gewichtszunahme als bei anderen Typen.
Das bringt Ernährungsberatung / -medizin
1. Eine bessere Figur
Übergewicht oder Problemzonen? Zu diesen Themen finden Sie eigene Kapitel.
2. Mehr Gesundheit
Vitamine, Proteine, Fette und Kohlehydrate wirken auf unseren Körper stärker als die meisten Medikamente. Jedes Mal, wenn wir sie zu uns nehmen, wird eine Kette von Prozessen in Gang gesetzt. Eine individuell abgestimmte Ernährung erlaubt es, diese Prozesse zu steuern. Damit hilft sie:
- gesund zu bleiben
- wieder gesund zu werden
- Aktivität zu gewinnen
- sich attraktiver zu fühlen
- mehr Energie zu haben
- ausgeglichener zu werden
- das Hautbild zu verbessern
- eine schönere Figur zu erlangen
3. Gezielte Krankheitsvorsorge
Durch entsprechende Ernährung lassen sich auch bestimmte Krankheiten positiv beeinflussen bzw. sogar verhindern. Dies gilt besonders für:
- Fettstoffwechselstörungen
- Hyperurikaemie (z.B. Gicht)
- Diabetes mellitus
- Bluthochdruck
- Metabolisches Syndrom (Kombination verschiedener Risikofaktoren)
- Arteriosklorose
- Koronare Herzerkrankungen
Inwieweit sich Krebs oder auch zum Beispiel Morbus Alzheimer durch durch bestimmte Nähr- und Wirkstoffkombinationen therapieren bzw. verhindern lassen, wird noch diskutiert.
4. Längeres Leben? (Ernährungberatung, -medizin und Anti-Aging)
Laut Statistik leben dünne Menschen länger als dicke. Und: nahezu alle Menschen, die bis ins hohe Alter gesund sind, sind leichte Esser. Diese Beobachtungen haben Ernährung zu einem wichtigen Thema in der Stop Aging Medizin gemacht. Für manche Forscher ist eine kalorienreduzierte Diät sogar das einzige Mittel, dessen lebensverlängernde Wirkung wissenschaftlich bewiesen wurde. Besonders bekannt sind die Bücher “The ageless zone” von B.Sears und “Age defying diet” von Dr.Atkins, die die Bedeutung der Ernährung für Anti Aging unterstreichen. Wir haben diese Theorien in unsere Beratung aufgenommen, raten jedoch grundsätzlich von allgemeinen Ernährungsempfehlungen ab. Diese haben nur sehr selten die versprochene Wirkung und können im schlimmsten Fall sogar schädlich sein (wenn zum Beispiel unerkannte Krankheiten vorliegen). Richtig ist allerdings, dass Ernährung im Alter eine besondere Rolle spielt. Mit den Jahren verändert sich der Stoffwechsel und Vitamine zum Beispiel werden schlechter aufgenommen. Dann ist eine Ernährungsumstellung und eventuell die Einnahme von Vitaminpräparaten sinnvoll. Auch dafür gibt es aber keine Standardempfehlung. Deshalb bieten wir individuelle Ernährungsberatung an. Nutzen Sie dazu auch unsere kostenlose Erstberatung!
Ernährungsberatung – die richtige Strategie
Es gibt keine “richtige” Ernährungsstrategie, die für alle Menschen passt.
Eine individuelle Ernährungsberatung ermöglicht es, auf Ihre Gewohnheiten einzugehen und sie zu analysieren. Sie setzt Ihr Essverhalten in Bezug zu Ihrem aktuellen Gesundheitszustand und Ihrem Lebensstil. Sie definiert Ziele, die Sie auch tatsächlich erreichen können und zeigt Ihnen, wie Sie das in der Praxis am besten tun. Dazu sind neben Untersuchungen vor allem intensive Gespräche nötig. Nur so können Sie die für Sie richtige Ernährung finden. Genau dabei möchten wir Ihnen helfen.
Wir erarbeiten für Sie eine Ernährungsstrategie,
- die alle wesentlichen körperlichen und seelischen Faktoren mit einbezieht
- die ganz auf Sie und Ihre Ziele abgestimmt ist
- die Sie auch tatsächlich im Alltag verwirklichen können.
Dazu bieten wir eine Reihe von Leistungen an, die je nach Bedarf kombiniert werden:
- Labordiagnostik (Untersuchung der Blutwerte)
- Gewichtstest
- Messung des Fettanteils
- Ausführliche Untersuchung der bestehenden Ernährungsweise
- Bestimmung des Stoffwechseltyps
- Herausfiltern der Ernährungsgewohnheiten, die den persönlichen Zielen entgegenwirken
- Untersuchung der Ursachen für unerwünschtes oder nicht optimales Essverhalten (z.B. fehlendes Wissen, schlechte Gewohnheiten, psychologischer Hintergrund, Stressverarbeitungsschwierigkeiten)
- Abklären der individuellen Stressverarbeitung und anderer relevanter Faktoren
- Gemeinsames Festlegen von Ansatzpunkten und konkreten Möglichkeiten zur Ernährungsumstellung
- Regelmäßige Erfolgskontrolle und Besprechung der Ergebnisse
- Verfeinerung der Ernährungsstrategie mit Tipps für die Realisierung im Alltag, während Reisen, Geschäftsessen etc.
- Diskussion aufgetretener Schwierigkeiten, Untersuchung der Ursachen und eventuelle Anpassung der Strategie
- Tipps zum Umgang mit Störfaktoren
- Weitere Ernährungsberatung für das Essverhalten nach Erreichen der persönlichen Ziele (z.B. bei Gewichtsreduktion)
- Empfehlungen zur Einnahme von Mikro- und Makronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe etc.)
Unsere Ernährungsberatung erfolgt unter Berücksichtigung von folgenden Faktoren:
1. Genetische Voraussetzungen
Für die Ernährung spielt Veranlagung eine Rolle. Zum Beispiel gibt es gute und schlechte Futterverwerter. Das bedeutet: manche Menschen können viele Kalorien zu sich nehmen, ohne dicker zu werden. Der Körper verwertet die Energie, die er braucht und scheidet den Rest aus. Andere Menschen tendieren dazu, Fett für eventuelle “Hungerzeiten” einzulagern. Ebenso scheint es genetisch programmiert zu sein, dass einige mit dem Alter fülliger werden und andere eher dünner. Ernährungsberatung muss diese Faktoren berücksichtigen. Dazu führen wir eine Body-Composition-Messung durch. Sie zeigt das Verhältnis von Fett zu Muskelmasse. Ergänzend betrachten wir die bisherigen Essgewohnheiten und erarbeiten eine sinnvolle und erreichbare Ernährungsstrategie.
2. Aktueller Gesundheitszustand
Die Ernährung muss auf den aktuellen Gesundheitszustand abgestimmt sein. Wer zum Beispiel hohen Blutdruck hat, sollte andere Dinge beachten als jemand mit normalem Blutdruck. Ähnliches gilt für Menschen mit bestimmten Krankheitsrisiken. Die Medizin liefert hier laufend neue Erkenntnisse. Unter anderem gibt es Untersuchungen über krebshemmende Ernährung oder Diäten, die das Alzheimer-Risiko mindern können. Unsere Ernährungsmedizin schließt darum eine detaillierte Untersuchung der Blutwerte mit ein.
3. Lebensumstände
Aktivität und Ernährung hängen eng zusammen. Wer sich viel bewegt und Sport treibt, sollte sich anders ernähren als jemand, der dies nicht tut. Außerdem muss die praktische Seite berücksichtigt werden. Essen ist Teil des Alltags. Eine Ernährungsempfehlung, die sich nicht umsetzen lässt, nützt niemandem. Ob man in einer Familie oder alleine lebt, ob man viel unterwegs oder eher häuslich ist, sollte zum Beispiel berücksichtigt werden. Ausführliche Gespräche und Beratung sind deshalb für uns wichtig.
4. Persönliche Vorlieben, Interessen und Ziele
Natürlich beruht Ernährungsberatung auf sachlichen Argumenten. Aber wie man Vitamin C in einer Paprika oder in einer Orange findet, sollten persönliche Vorlieben bedacht werden. Essen ist auch ein Genussmittel. Gesunde Ernährung sollte schmecken und Spaß machen, sonst ist das Scheitern vorprogrammiert.
5. Einnahme von Nährstoffpräparaten
Optimalerweise sollte der Bedarf an Nähr- und Vitalstoffen über die Nahrung gedeckt werden. Dies ist jedoch nicht immer möglich. Das liegt an unseren Essgewohnheiten, aber auch an der Qualität der verfügbaren Nahrungsmittel. Ein Salat, der eine mehrtägige Anreise hinter sich hat, mag noch so frisch aussehen oder schmecken. Die meisten wertvollen Inhaltstoffe sind trotzdem auf der Strecke geblieben. Dazu enthalten selbst erntefrische Lebensmittel immer weniger Vitamine. Durch die intensiven Anbaumethoden enthält zum Beispiel Brokkoli heute 80% weniger Vitamine als noch vor 20 Jahren. Deshalb kann es sinnvoll sein, zusätzlich Vitaminpräparate, Mineralstoffe oder Nahrungsergänzungsstoffe einzunehmen. Man sollte aber bedenken:
- Vitaminpillen können keine ausgewogene Ernährung ersetzen. Wer sich nur von Pommes frites und Schokolade ernährt, kann diese Fehlernährung auch nicht durch Zusatzpillen ausgleichen
- Die Einnahme sollte nur in Absprache mit einem Arzt erfolgen.
Dosierung und Kombination müssen auf Sie abgestimmt sein. Zum Beispiel ist bei wasserlöslichen Vitaminen(z.B. Vitamin C) eine Überdosierung in der Regel unproblematisch, weil das Vitamin einfach ausgeschieden wird. Aber große Mengen an Niacin (Vitamin B3) z.B. können bei Menschen, die zu Gicht neigen, Gichtanfälle auslösen oder Diabetes zum Ausbruch bringen. Noch problematischer ist die Dosierung bei fettlöslichen Vitaminen (Vitamin A, D, E und K) Diese werden nicht ausgeschieden, sondern z.B. in der Leber eingelagert, was schädlich sein kann. Die künstlich erhöhte Zufuhr der Vitamine A,C und E etwa hat bei Rauchern vermehrt Lungenkrebs, Schlaganfälle und Herzinfarkte ausgelöst. Was für den einen gut ist, kann also dem anderen schaden. Daneben muss die Kombination beachtet werden: Fettlösliche Vitamine zum Beispiel funktionieren nur in Verbindung mit Fetten. - Die Einnahme muss auf Ihren Gesundheitszustand und Ihre Ernährungsgewohnheiten abgestimmt werden. Ein Beispiel: Bei einer erhöhten Dosierung von Vitamin C wird Eisen viel besser aufgenommen
Kleines Lexikon der Nähr- und Vitalstoffe
Vitamine
Helferstoffe
Mineralstoffe und Spurenelemente
Proteine und Aminosäuren
Kohlenhydrate
Ballaststoffe
Fette
Bioaktive Substanzen
In unserer Nahrung finden sich tausende von unverzichtbaren und gesundheitsfördernden Stoffen. Die wichtigsten stellen wir Ihnen hier kurz vor. Bitte beachten Sie, dass diese allgemeine Information eine ärztliche Beratung nicht ersetzen kann. Darum haben wir bewusst auf Dosierungsempfehlungen verzichtet. Stattdessen finden Sie Hinweise auf die natürlichen Quellen. Gerade die Einnahme von Nahrungsergänzungs- und Vitaminpräparaten sollte nicht im Selbstversuch erfolgen, sondern vom Arzt auf Sie abgestimmt sein!
Vitamine
sind chemisch ganz unterschiedliche Stoffe. Allen gemeinsam ist, dass für die Gesundheit unverzichtbar sind. Ohne sie wäre kein menschliches Leben möglich. Zu den wichtigsten gehören:
Vitamin A (Retinol)
ist fettlöslich. Es ermöglicht u.a. die Bildung von Sehpurpur im Auge und kommt in zwei Formen vor. Vitamin A (Retinol) ist in tierischen Nahrungsmitteln, Provitamin A (Carotin) ist in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten. Vitamin A wirkt zusammen mit dem Vitamin B-Komplex, Vitamin D, Zink, Vitamin E, Phosphor und Kalzium. Es benötigt Mineralstoffe und Fette, um gut aufgenommen zu werden.
Positive Wirkungen
Vitamin A hilft bei Nachtblindheit und vielen Augenkrankheiten, stärkt die Widerstandskraft gegen Erkrankungen der Atemwege, unterstützt Funktionen des Immunsystems und hält die äußeren Schichten des Gewebes und der Organe gesund. Es steigert außerdem das Wachstum, stärkt Haar, Zähne, Zahnfleisch und Knochen, hilft bei der Beseitigung von Altersflecken, der Behandlung von Akne, bei kleinen oberflächlichen Fältchen, Geschwüren, Furunkeln und Schilddrüsenüberfunktion.
Natürliche Quellen:
Lebertran, Leber, Karotten, dunkelgrüne und gelbe Gemüsesorten, Eier, Milch, Milchprodukte, Margarine, gelbes Obst.
Vitamin B (Vitamin B-Komplex)
In der B-Gruppe sind verschiedene Vitamine zusammengefasst, die am effektivsten sind, wenn sie gemeinsam eingenommen werden. Dazu gehören die folgenden Vitamine:
Vitamin B1 (Thiamin)
ist wasserlöslich. Es wird manchmal auch “Stimmungsvitamin” genannt, weil es das Nervensystem und die psychische Verfassung positiv beeinflusst.
Positive Wirkungen:
Vitamin B1 steigert das Wachstum, unterstützt die Verdauung (besonders der Kohlehydrate), hebt die psychische Verfassung, fördert die normale Funktion des Nervensystems, der Muskeln und des Herzens. Es hilft gegen Reisekrankheit (Seekrankheit, Flugzeug), gegen Gürtelrose und lindert Schmerzen nach Zahnbehandlungen.
Natürliche Quellen:
Trockenhefe, Vollkornerzeugnisse, Vollweizen, Sojabohnen, Eigelb, Fisch, Haferflocken, Erdnüsse, mageres Schweinefleisch, die meisten Gemüsesorten, Weizenkleie, Milch.
Vitamin B2 (Riboflavin) ist wasserlöslich und wird manchmal auch als Vitamin G bezeichnet. Zusammen mit anderen Substanzen hilft es beim Abbau von Kohlehydraten, Fetten und Eiweiß.
Positive Wirkungen:
Vitamin B2 hilft bei Wachstum und Fortpflanzung, gegen spröde Lippen, wunde Stellen im Mund und eine angeschwollene Zunge. Es wirkt sich positiv auf Haut, Fingernägel, Haar und das Sehvermögen ( bei ermüdeten Augen) aus.
Natürliche Quellen:
Milch, Leber, Niere, Käse, grünes Blattgemüse, Eier, Fisch, Joghurt, Bohnen.
Vitamin B3 (Niacin, Nicotinsäure, Niacinamid, Nicotinsäureamid)
ist wasserlöslich. Vitamin B3 ist bedeutend für die Bildung der Sexualhormonmedizin (Östrogen, Progesteron, Testosteron) sowie für Cortison, Thyroxin und Insulin. Außerdem ist es notwendig für ein gesundes Nervensystem und für gesunde Hirnfunktionen.
Positive Wirkungen:
Vitamin B3 senkt die Cholesterin- und Triglyceridwerte, hilft beim Fettstoffwechsel, fördert eine gesunde Verdauung und lindert Störungen von Magen und Darm. Es lässt die Haut gesünder aussehen, beugt Migräne vor, regt den Kreislauf an, senkt hohen Blutdruck, lindert bestimmte Arten von Durchfall, hilft bei Tinnitus (Ohrgeräusche), steigert die Energie und hilft bei Mundschleimhautgeschwüren sowie bestimmten Arten von Mundgeruch.
Natürliche Quellen:
Fisch, mageres Fleisch, Vollweizenprodukte, Bierhefe, Leber, Milch, Weizenkeime, Eier, geröstete Erdnüsse, weißes Geflügelfleisch, Avocado, Datteln, Feigen, Backpflaumen.
Vitamin B6 (Pyridoxin) ist wasserlöslich. Vitamin B6 ist eigentlich eine Gruppe von Substanzen, die zusammen wirken. Es ist notwendig zur Produktion von Antikörpern und roten Blutkörperchen, für die richtige Aufnahme von Vitamin B12, Eiweiß und Fett sowie für die Produktion von Salzsäure und Magnesium.
Positive Wirkungen:
Zusammen mit Folsäure unterstützt Vitamin B6 den Abbau der Aminosäure Homocystein (Verringerung eines Herzinfarktrisikos). Es hilft bei verschiedenen Nerven- und Hautstörungen, gegen trockenen Mund und Nebenwirkungen, die durch bestimmte trizyklische Antidepressiva verursacht werden. Außerdem verringert es nächtliche Muskelkrämpfe und Kribbeln in den Händen, wirkt harntreibend, stärkt das Immunsystem und beugt Nierensteinbildung vor. Zusätzlich fördert Vitamin B6 die Bildung von Nukleinsäuren, die gegen das Altern wirken.
Natürliche Quellen:
Bierhefe, Weizenkleie, Weizenkeime, Leber, Fisch, Sojabohnen, Zuckermelonen, Kohl, Naturreis, Eier, Hafer, Walnüsse.
Vitamin B12 (Cobalamin)
ist wasserlöslich, wird aber trotzdem im Körper gespeichert (bis zu drei Jahre).Vitamin B12 wird auch als “rotes Vitamin” oder Cyanocobalamin bezeichnet. Es ist das einzige Vitamin mit Spuren von essentiellen Mineralstoffen und wird nur in Verbindung mit Kalzium aufgenommen.
Positive Wirkungen:
Vitamin B12 bildet und regeneriert rote Blutkörperchen, es beugt Anämie vor, unterstützt den Abbau der Aminosäure Homocystein (Verringerung eines Herzinfarktrisikos), steigert Wachstum und Appetit bei Kindern, gibt neuen Schwung und trägt zum Erhalt eines gesunden Nervensystems bei. Es hilft bei der richtigen Verwertung von Fetten, Kohlehydraten, Eiweißen, lindert Reizbarkeit, verbessert die Konzentration, das Gedächtnis und das Gleichgewicht. Außerdem wirkt Vitamin B12 vorbeugend gegen Krebs, der durch Rauchen verursacht wird.
Natürliche Quellen:
Leber, Rindfleisch, Schweinefleisch, Eier, Milch, Käse, Fisch.
Vitamin B13 (Orotsäure)
ist wasserlöslich. Vitamin B13 sorgt für die Verwertung von Folsäure und Vitamin B12.
Positive Wirkungen:
Vitamin B13 beugt vorzeitigem Altern vor und wird bei der Behandlung von multipler Sklerose eingesetzt.
Natürliche Quellen:
Wurzelgemüse, Molke, Milch, Käse, Leber.
Vitamin B15 (Pangamsäure, Dimethylglycyl, DMG)
ist wasserlöslich. Bisher ist umstritten, ob Vitamin B15 wesentlich für die Ernährung und ein Vitamin ist. Es hat jedoch eine ähnlich antioxidative Wirkung wie Vitamin E.
Positive Wirkungen:
Folgende positiven Wirkungen werden vermutet:
Vitamin B15 verlängert die Lebensdauer einer Zelle, hilft bei Alkoholsucht, beschleunigt die Erholung von Erschöpfungszuständen, schützt gegen Schadstoffe, hält den Cholesterinspiegel niedrig, hilft bei Angina pectoris und Asthma, schützt vor Leberzirrhose, regt das Immunsystem an und hilft bei der Eiweißsynthese sowie gegen “Kater”.
Natürliche Quellen:
Bierhefe, unpolierter Reis, Vollkorn, Kürbiskerne, Sesamsamen.
Vitamin B17 (Amygdalin, Laetril)
Inzwischen ist festgestellt, dass Vitamin B17 kein Vitamin ist. Es ist nicht als solches zugelassen und somit nicht empfehlenswert.
Vitamin H Biotin (Coenzym R oder Vitamin H)
ist wasserlöslich und schwefelhaltig. Biotin gehört zum Vitamin B-Komplex. Es ist notwendig zur Bildung von Ascorbinsäure und wichtig für den Eiweiß- und Fettstoffwechsel.
Positive Wirkungen:
Biotin schützt vor frühzeitigem Ergrauen der Haare, unterstützt vorbeugende Maßnahmen gegen Haarverlust (Glatze) und lindert Muskelschmerzen, Ekzeme sowie Hautausschlag.
Natürliche Quellen:
Rinderleber, Eigelb, Sojamehl, Bierhefe, Milch, Erdnussbutter, unpolierter Reis, Nüsse, Haferflocken.
Vitamin M Folsäure (Folacin, Folat)
ist wasserlöslich und gehört zum Vitamin-B-Komplex. Folsäure ist auch als Vitamin Bc oder Vitamin M bekannt. Sie ist wichtig für den Aufbau der roten Blutkörperchen, für die Produktion von Nukleinsäuren (RNS/DNS) und unterstützt den Eiweißstoffwechsel. Außerdem ist Folsäure wesentlich für die Teilung der Körperzellen und notwendig für die Verwertung von Zucker und Aminosäuren.
Positive Wirkungen:
Folsäure senkt den Homocysteinspiegel (Verringerung eines Herzinfarktrisikos), schützt vor Mißbildungen bei der Geburt, steigert den Milchfluß bei stillenden Frauen und den Appetit und beugt Ausschlägen im Mund sowie Anämie vor. Außerdem schützt Folsäure vor Darmparasiten und Lebensmittelvergiftungen, fördert eine gesünder aussehende Haut, wirkt schmerzstillend und kann zusammen mit Pantothensäure und Paraaminobenzoesäure (PABS) das Grau werden der Haare verzögern.
Natürliche Quellen:
Dunkelgrünes Blattgemüse, Karotten, Torula-Hefe, Leber, Eigelb, Zuckermelonen, Aprikosen, Kürbis, Avocado, Bohnen, dunkles Vollkornroggenmehl.
Vitamin C (Ascorbinsäure)
ist wasserlöslich und ein hocheffizientes Antioxidans. Vitamin C ist wichtig für die Aufnahme von Eisen und spielt eine grundlegende Rolle bei der Bildung von Kollagen. Kollagen ist wesentlich für das Wachstum und die Reparatur von Körperzellen, für das Zahnfleisch, Blutgefäße, Knochen und Zähne.
Positive Wirkungen:
Vitamin C heilt Wunden, Verbrennungen und Zahnfleischbluten. Es steigert die Wirkung von Medikamenten zur Behandlung der Harnwege, beschleunigt die Heilung nach Operationen, hilft beim Absenken des Cholesterinspiegels und beugt vielen Virus- oder Bakterieninfektionen vor (speziell Erkältungskrankheiten). Vitamin C fördert das Abwehrsystem, hilft beim Schutz vor vielen Krebsarten (wirkt der Bildung von Nitrosaminen entgegen), schwächt die Wirkung vieler allergener Substanzen und hilft, hohen Blutdruck zu senken. Außerdem ist Vitamin C ein natürliches Abführmittel, sorgt für weniger Blutgerinsel in den Adern und wirkt “lebensverlängernd”, weil es ermöglicht, dass Kollagenzellen zusammenhalten.
Natürliche Quellen:
Zitrusfrüchte, Beeren, grünes Blattgemüse, Tomaten, Zuckermelonen, Blumenkohl, Kartoffeln, Paprikaschoten.
Vitamin D (Calciferol, Ergocalciferol)
ist fettlöslich. Vitamin D wird auch “Sonnenvitamin” genannt, da es durch Sonnenlicht oder Nahrung aufgenommen werden kann. Positive Wirkungen:
Vitamin D unterstützt die Auswertung von Kalzium und Phosphor und stärkt damit Knochen und Zähne. Zusammen mit Vitamin A und Vitamin C kann es Erkältungen vorbeugen. Weiterhin hilft es bei Bindehautentzündung und unterstützt die Aufnahme von Vitamin A.
Natürliche Quellen:
Lebertran, Sardinen, Hering, Lachs, Thunfisch, Milch, Milchprodukte, Eigelb.
Vitamin E (Tocopherol)
ist fettlöslich und ein aktives Antioxidans. Vitamin E verhindert die Oxidation von Fettbestandteilen, Bestandteilen von Vitamin A, Selen, Vitamin C und zwei Schwefelaminosäuren. Außerdem steigert es die Wirksamkeit von Vitamin A und ist wichtig für die Durchblutung der Gefäße sowie als Wirkstoff gegen die Blutgerinnung.
Positive Wirkungen:
Vitamin E verzögert das durch Oxidation bedingte Altern der Zellen, fördert junges Aussehen, liefert dem Körper Sauerstoff, hilft beim Schutz vor verschiedenen Krebsarten, verhindert und löst Blutgerinnsel auf und baut Erschöpfungszustände ab. Desweiteren unterstützt Vitamin E “schönere” Narbenbildung, beschleunigt die Heilung von Verbrennungen, hat eine harntreibende und blutdrucksenkende Wirkung, hilft Fehlgeburten vorzubeugen, lindert Beinkrämpfe und Muskelkater, verringert das Risiko von Arteriosklerose und Schlaganfall und vermindert das Alzheimer-Risiko.
Natürliche Quellen:
Weizenkeime, Sojabohnen, Pflanzenöl, Nüsse, Rosenkohl, grüne Blattgemüse, Spinat, Vollweizen, Eier.
Vitamin K (Phyllochinon, Menachinone, Menadion)
ist fettlöslich und wichtig für die Bildung von Prothrombin, das die Blutgerinnung fördert. Man unterscheidet Vitamin K1 (Phyllochinon), das in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt, Vitamin K2 (Menachinone), das im Darm gebildet werden kann und Vitamin K3 (Menadion), ein synthetisches Erzeugnis, das in Deutschland nicht mehr verwendet wird.
Positive Wirkungen:
Vitamin K fördert die richtige Blutgerinnung, hilft bei zu starken Menstruationsblutungen und beugt inneren Blutungen sowie Hämorrhoiden vor.
Natürliche Quellen:
Grüne Blattgemüse, Joghurt, Alfalfa, Eigelb, Distelöl, Sojaöl, Lebertran, Kelp-Alge.
Helferstoffe
Zusätzlich zu den eigentlichen Vitaminen gibt es Helferstoffe, die die Vitaminaufnahme unterstützen. In Lebensmitteln kommen sie meist in Kombination mit den Vitaminen vor, bei der Einnahme von synthetischen Vitaminen, sollten sie ergänzend eingenommen werden. Die meisten dieser Helferstoffe haben außerdem auch selbst therapeutische Wirkung, weshalb sie manchmal zu den Vitaminen gezählt werden. Die wichtigsten Helferstoffe sind:
Inosit
ist wasserlöslich. Inosit gehört zum Vitamin B-Komplex, ist am Stoffwechsel von Fett und Cholesterin beteiligt und ist wichtig für die Ernährung der Hirnzellen.
Positive Wirkungen:
/ Inosit hilft, den Cholesterinspiegel zu senken, fördert gesundes Haar, beugt Haarausfall und Ekzemen vor und beruhigt.
Natürliche Quellen:
Leber, Bierhefe, getrocknete Limabohnen, Rinderhirn und -herz, Grapefruit, Rosinen, Weizenkeime, unraffinierter Sirup, Erdnüsse, Kohl, Eier, Milch.
PABS (Paraaminobenoesäure)
ist wasserlöslich und kann vom Körper selbst hergestellt werden. PABS hilft bei der Bildung von Folsäure, ist wichtig für die Verwertung von Eiweiß und unterstützt die Aufnahme von Pantothensäure.
Positive Wirkungen:
PABS lindert Schmerzen bei Verbrennungen, erhält die Haut weich und gesund und kann die Faltenbildung verzögern.
Natürliche Quellen:
Leber, Bierhefe, Niere, Vollkorn, Reis, Kleie, Weizenkeime, schwarze Melasse, Milch.
Pantothensäure (Panthenol, Kalziumpantothenat, Vitamin B5)
ist wasserlöslich. Pantothensäure ist lebenswichtig für die Funktion der Nebennieren, und wesentlich für die Umwandlung von Fett und Zucker in Energie. Außerdem ist sie notwendig zur Herstellung von Antikörpern sowie für die Verwertung von PABS und Cholin. Sie unterstützt den Zellaufbau, normales Wachstum und die Entwicklung des zentralen Nervensystems.
Positive Wirkungen:
Pantothensäure unterstützt die Wundheilung, bekämpft Infektionen durch Bildung von Antikörpern, beugt Erschöpfung vor, mindert die schädlichen Nebenwirkungen vieler Antibiotika und senkt die Cholesterin- und Triglyceridwerte.
Natürliche Quellen:
Fleisch, Getreidekörner, Weizenkeime, Kleie, Niere, Leber, Herz, grüne Gemüsesorten, Bierhefe, Nüsse, Hühnerfleisch, reiner Sirup.
Cholin
ist wasserlöslich. Cholin gehört ebenfalls zum Vitamin B-Komplex. Es ist eine der wenigen Substanzen, die direkt in die Gehirnzellen eindringen können. Dort bildet Cholin einen chemischen Stoff, der die Gedächtnisleistung fördert.
Positive Wirkungen:
Cholin hilft, den Cholesterinspiegel zu kontrollieren, unterstützt die Gedächtnisleistung, beugt dem Gedächtnisschwund im höheren Alter vor und beruhigt. Außerdem hilft Cholin bei der Entgiftung des Körpers (Unterstützung der Leberfunktion) und unterstützt die Behandlung der Alzheimer-Krankheit.
Natürliche Quellen:
Eigelb, Hirn, Herz, grünes Blattgemüse, Hefe, Leber, Weizenkeime, Lecithin (in geringen Mengen).
Mineralstoffe und Spurenelemente
Mineralstoffe sind anorganische Substanzen. Sie sind mitverantwortlich für den funktionierenden Ablauf lebenswichtiger Reaktionen im Körper. Zu den wichtigsten gehören:
Magnesium
Ist wichtig für Nerven, Muskeln und Herz. Es stärkt die Abwehrkraft und unterstützt die Fließeigenschaften des Blutes.
Natürliche Quellen:
Gemüse, Salat, Obst, Getreide
Selen
dient zum Zellschutz und zur Entgiftung.
Natürliche Quellen:
Fisch, Fleisch
Eisen
ist sehr wichtig für das Blut. Es beeinflusst den sauerstoff-, Kohlendioxid-Transport.
Natürliche Quellen:
Fleisch, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Gemüse
Kupfer
ist wichtig für die roten Blutkörperchen und stärkt die Abwehrkraft.
Natürliche Quellen:
Fleisch, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Gemüse
Chrom
ist wichtig für die Fett- und Zuckerverwertung, Blut und Gefäße
Natürliche Quellen:
Fleisch, Nüsse, Vollkornprodukte
Jod
unterstützt den Energiegewinn aus der Nahrung und das Wachstum. Außerdem ist Jod wesentlich für Produktion des Schilddrüsenhormons. Fehlt Jod, entsteht ein Jodmangelkropf.
Natürliche Quellen:
Seefisch, Schalentiere
Calzium
ist wesentlich für die Knochenbildung und die Zähne.
Natürliche Quellen:
Vollkornprodukte, Milch, Nüsse
Proteine und Aminosäuren
Eiweiß (Protein) ist lebensnotwendig. Aminosäuren sind die Bausteine für Proteine und werden deshalb vom Körper benötigt. Bei Aminosäuren unterscheidet man zwei Gruppen:
a) die nicht-essentielle Aminosäuren, die der Körper selbst herstellen kann
b) die essentiellen Aminosäuren, die der Körper nicht herstellen kann und die wir aufnehmen müssen.
Insbesondere essentielle Aminosäuren müssen im Körper vollständig und ausreichend vorhanden sein. Wenn auch nur eine einzige nicht oder nicht ausreichend vorhanden ist, wird die Wirkung aller anderen eingeschränkt.
Für eine Anti-Aging Therapie sind besonders die Aminosäuren Arginin und Ornithin (nicht essentiell) interessant, weil sie die Produktion des Wachstumshormons HGH unterstützen. Weitere wichtige Aminosäuren sind:
Histidin
als Bestandteil von Histamin ist es wichtig für die Nervenfunktion, die Stimulation der Magensäuresekretion und als Antiallergen.
Tyrosin:
ist Bestandteil der hormonmedizin Adrenalin, Noradrenalin, Melanin und der Schilddrüsenhormonmedizin (Tyroidhormonmedizin)
Glycin
ist unter anderem Baustein der konjugierten Gallensäure und damit notwendig für die Verdauung von Fetten.
Lysin
Ist wichtig für die Bildung von Kollagen und ein Vorprodukt von Carnitin, das für den Fettabbau benötigt wird.
Kohlenhydrate
ist ein Sammelbegriff für eine bestimmte Klasse von organischen Verbindungen. Sie sind die wichtigsten Energielieferanten und kommen in der Nahrung hauptsächlich als Einfach-, Zweifach, Mehrfach- oder Vielfachzucker vor.
Natürliche Quellen:
Einfachzucker (Monosaccharide): Süßwaren Getränkezusätze, Honig, Früchte, Milch
Zweifachzucker (Disaccharide): Haushaltszucker, Marmelade, Süßwaren, Malzbier, Milch
Mehrfachzucker (Oligosaccharide): Sportler-Energiedrinks, Weißbrot, Knäckebrot, Zwieback
Vielfachzucker (Polysaccharose): Kartoffeln, Getreide, Nudeln, Bananen, Fleisch, Leber, Obst, Gemüse
Ballaststoffe
sind unverdauliche Kohlenhydrate. Sie verkürzen die Darmpassagezeit, verbessern die bakterielle Besiedlung im Dickdarm und senken den Cholesterinspiegel. Es ist wichtig, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Durch zu hohe Ballaststoffzufuhr kann aber die Aufnahme von Calcium, Magnesium, Eisen und Zink beeinträchtigt werden.
Natürliche Quellen:
Getreide (besonders Roggen), Getreidenährmittel (Haferkleie, Weizenkleie), Bohnen, Kohl, Datteln, Mandeln, Aprikosen, Pflaumen
Fette
sind für den Menschen lebenswichtig. Allerdings sollte der Fettanteil in der Ernährung nicht zu hoch sein. Außerdem sollte man auf das Verhältnis von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren achten.
Gesättigte Fettsäuren
kann der Körper auch selbst produzieren. Sie haben eine feste Konsistenz, einen hohen Schmelzpunkt, sind schwer verdaulich und erhöhen bei häufigem Verzehr den Cholesterinspiegel.
Natürliche Quellen:
Besonders hoher Anteil in tierischen Fetten (Butter, Rindertalg, Schweineschmalz) sowie Kokosfett
Ungesättigte Fettsäuren
können vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Man unterscheidet einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Letztere haben eine weiche bis flüssige Konsistenz (Öle), einen niedrigen Schmelzpunkt und sind leichter verdaulich. Im Vergleich zu gesättigten Fettsäuren haben sie bei entsprechend hoher Zufuhr einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel.
Natürliche Quellen:
Einfach ungesättigte Fettsäuren: Besonders hoher Anteil in Olivenöl, Erdnussöl und linolsäurereicher Pflanzenmargarine. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: Besonders hoher Anteil in Distelöl, Sonnenblumenöl und Sojaöl.
Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren
Gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und sind besonders wichtig für die Gesundheit. Bei Mangel an Omega-6 Fettsäuren treten Wachstumsstörungen, Hautveränderungen und Infektanfälligkeit auf. Bei Mangel an Omega-3 Fettsäuren kann es zu Wundheilungsstörungen und bei Kleinkindern zu Nerven- und Sehstörungen, sowie Wachstumsstörungen kommen. In der heutigen Ernährung hat sich das Verhältnis der Aufnahme von Omega-3 zu Omega-6 Fettsäuren sehr ungünstig zu Omega-6 Fettsäuren hin verschoben.
Natürliche Quellen:
Omega-6 Fettsäuren sind in der heute üblichen Mischkost ausreichend vorhanden. Omega-3 Fettsäuren finden sich vor allem in Kaltwasserfischen wie Makrele, Lachs, Kabeljau und Hering sowie in Wild.
Linolsäure (Linolensäure, Arachidonsäure)
Linolsäure unterstützt die Verbrennung gesättigter Fette, regt die Drüsenfunktion an und macht Kalzium für die Zellen verfügbar.
Positive Wirkungen:
Linolsäure hilft, Cholesterinablagerungen in den Arterien vorzubeugen, gut für Haut und Haar, schützt ein Stück weit vor dem schädlichen Einfluss von Röntgenstrahlen, trägt zu Wachstum und allgemeinem Wohlbefinden bei, hilft bei Herzerkrankungen, unterstützt die Gewichtsabnahme.
Natürliche Quellen:
Pflanzenöle aus Weizenkeimen, Leinsamen, Sonnenblumenkernen, Distel, Erdnüssen und Sojabohnen. Erdnüsse, Sonneblumenkerne, Walnüsse, Pekannüsse, Mandeln, Avocados.
Bioaktive Substanzen
sind Wirkstoffe, die in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten sind. Dazu gehören mehrere tausend Substanzen, unter anderem Ballaststoffe, Geruchs-, Geschmacks- und Farbstoffe. Sie sind im Gegensatz zu Vitaminen und Mineralstoffen nicht lebensnotwendig, haben aber gesundheitsfördernde Wirkung. Sie gelten als antimikrobiell, antioxidativ, stoffwechselregulierend und immunsteigernd. Besonders die große Gruppe der Carotinoide kann den Organismus vor oxidativem Stress schützen, der an zahlreichen Alterungserscheinungen und Krankheiten beteiligt ist.
Natürliche Quellen:
Bioaktive Substanzen sind in den verschiedensten Pflanzen und Pflanzenteilen (Schale, Kern etc.). Sie sind einer der Gründe, warum Obst und Gemüse nicht durch synthetische Vitamin- oder Nährstoffpräparate zu ersetzen sind. Ein Beispiel für bioaktive Substanzen ist Vitamin P (Bioflavonoide, Citrin, Rutin, Hesperidin). Vitamin P ist eigentlich eine Zusammensetzung der Helferstoffe Citrin, Rutin, Hesperidin und Flavonoiden. Es ist notwendig für die Aufnahme von Vitamin C, kräftigt die Kapillargefäße und steuert die Aufnahme von Nährstoffen. Außerdem steigert es die Wirkung von Vitamin C.
Positive Wirkungen:
Vitamin P verhindert die Zerstörung von Vitamin C durch Oxidation, beugt blauen Flecken vor, unterstützt die Widerstandskraft gegen Infektionen, heilt und beugt Zahnfleischbluten vor und hilft bei der Behandlung von Innenohrerkrankungen.
Natürliche Quellen:
Weiße Haut und Trennhaut bei Zitrusfrüchten, Aprikosen, Buchweizen, Brombeeren, Kirschen, Hagebutten.
Nahrungsergänzungsmittel
Noni
Anti Aging Aminosäuren
Aven Sativa
Propolis
Kava Kava
DHA (Docosahexaensäure)
Glucosamin und Chondroitin
Johanniskraut
5 HTP (5-Hydroxytryptophan)
Co-Enzym Q10
Carnitin
Ginkgo Biloba
Kreatin
Darunter versteht man heute Präparate, die natürlich vorkommende Vital- oder Nährstoffe in unnatürlich hoher Konzentration enthalten. Sie werden in der Regel zu therapeutischen Zwecken eingesetzt, zum Beispiel um
- die Konzentrationsfähigkeit zu steigern
- die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern
- Osteoporose und Arthrose vorzubeugen oder zu lindern
- den Muskelaufbau zu unterstützen
- die Stimmungslage zu verbessern
- Libido und Potenz zu steigern
- den Appetit zu regulieren und Gewichtsreduzierung zu unterstützen
- Schlafstörungen zu behandeln
Wir können hier nur eine kleine Auswahl vorstellen, die aber schon zeigt, wie vielfältig die Anwendungsmöglichkeiten sind:
Noni
ist ein Pflanzenextrakt aus der Frucht des wild wachsenden Morindastrauches
Positive Wirkungen:
Noni unterstützt die Xeroninproduktion, stärkt das Immunsystem, die Konzentration sowie die Leistungsfähigkeit und Lernfähigkeit. Es wirkt entschlackend, lindert Regel- und Wechselbeschwerden und soll den Alterungsprozess verlangsamen.
Anti Aging Aminosäuren
Damit bezeichnet man eine Mischung aus Aminosäuren, die die Freisetzung des Wachstumshormonmedizins HGH fördern.
Positive Wirkung:
Anti Aging Aminosäuren stärken das Immunsystem, verbessern die sexuelle Aktivität, senken den Blutdruck und den Cholesterinspiegel.
Avena Sativa
ist ein Extrakt aus grünem Hafer und wird oft zur Ergänzung bei Hormonersatztherapien eingesetzt. Positive Wirkungen:
Avena Sativa stimuliert die Produktion von Testosteron und wirkt als Energietonikum.
Propolis
ist die einzige natürliche Substanz, die alle wichtigen Spurenelemente enthält.
Positive Wirkungen:
Propolis sichert die optimale Energieversorgung des Organismus.
Kava Kava
bezeichnen die Extrakte des pazifischen Pfeffers Kava Kava
Positive Wirkungen:
Kava Kava hat schmerzhemmende Eigenschaften, ist wirksam gegen die Bekämpfung von Angstzuständen und gilt als nebenwirkungsarme Alternative zu einigen Psychopharmaka.
DHA (Docosahexaensäure)
ist eine essentielle Fettsäure, die in ausreichender Menge aufgenommen werden muss.
Positive Wirkungen:
DHA ist lebensnotwendig und hilft bei vielen Stoffwechselerkrankungen.
Glucosamin und Chondroitin
sind wichtige Bausteine für die Faser- und Bindegewebsknorpel.
Positive Wirkungen:
Glucosamin und Chondroitin fördern die Produktion der für die Funktion der Gelenke notwendigen Knorpelsubstanzen. Sie helfen bei Arthrose und anderen rheumatischen Beschwerden.
Johanniskraut
ist eine der ältesten bekannten Heilpflanzen.
Positive Wirkungen:
Johanniskraut hilft bei Schlafstörungen, Depressionen und Angstzuständen.
5 HTP (5-Hydroxytryptophan)
ist ein Neurotransmitter des zentralen Nervensystems und spielt eine tragende Rolle bei der Anhebung des Serotoninspiegels
Positive Wirkungen:
5 HTP lindert Depressionen und Angstzustände, hilft bei Schlafschwierigkeiten und zügelt den Appetit.
Co-Enzym Q10
ist ein in der Leber gebildetes natürliches Vitamin, das für die Körperzellen lebensnotwendig ist.
Positive Wirkungen:
Co-Enzym Q10 wirkt als Antioxidans, schützt somit vor freien Radikalen, steigert die Widerstandsfähigkeit, Ausdauer und Energieproduktion, verbrennt Körperfett, normalisiert den Blutdruck und schützt vor Parodontose sowie kardiovaskulären Erkrankungen.
Carnitin
ist eine Aminosäure, die eine wesentliche Rolle bei der Umwandlung von Fett in Energie spielt.
Positive Wirkungen:
Carnitin steigert die Energiegewinnung, unterstützt das Immunsystem, den Fettabbau, das Lern- und Erinnerungsvermögen, steigert die physische Leistungsfähigkeit und schützt vor kardiovaskulären Erkrankungen.
Ginkgo Biloba
ist ein Extrakt aus den Blättern des Frauenhaarfarns.
Positive Wirkungen:
Ginkgo Biloba verbessert die Gedächtnisleistung, erhöht Aufmerksamkeit und Konzentration und unterstützt die Behandlung von Morbus Alzheimer.
Kreatin
wird im Körper aus der Aminosäure Arginin gebildet und ist für die Energiebildung in der Muskulatur nötig.
Positive Wirkungen:
Kreatin bewirkt vor allem im Sport eine Gesamtkraftsteigerung, eine Steigerung der Ausdauer und eine Gesamtleistungsverbesserung.
FAQs zum Thema Ernährungsberatung und Ernährungsmedizin
Für wen ist eine Therapie geeignet?
Wie läuft eine Ernährungstherapie ab?
Welche Erfolge sind erreichbar?
Was kostet eine Therapie?
Wie lange dauert eine Therapie?
Gibt es Risiken?
Welchen Vorteil bietet eine Anti-Aging Therapie?
Was ist der Vorteil von ernährungsmedizinischer Betreuung?
Warum gibt es den Jojoeffekt?
Wie kann man ohne Jojo-Effekt abnehmen?
Was ist von der Einnahme von Vitaminen gegen das Altern zu halten?
Für wen ist eine Therapie geeignet?
Für jeden, der gesund bleiben oder wieder gesund werden möchte. Ernährungsmedizin eignet sich, um Vitalität und Energie zu gewinnen, um ausgeglichener zu werden, das Hautbild zu verbessern und eine schönere Figur zu erlangen. Auch bestimmte Erkrankungen lassen sich durch entsprechende Ernährung positiv beeinflussen bzw. sogar verhindern. Dies gilt besonders für Fettstoffwechselstörungen, Hyperurikaemie (z.B. Gicht), Diabetes mellitus, Bluthochdruck, das metabolische Syndrom (Kombination verschiedener Herz-Kreislauf-Risikofaktoren), Arteriosklorose und koronare Herzerkrankungen.
Inwieweit sich Krebs oder auch zum Beispiel Morbus Alzheimer therapieren bzw. verhindern lassen, wird noch diskutiert. In der Anti-Aging-Medizin ist dieErnährungsmedizin eine der Hauptsäulen.
Wie läuft eine Ernährungstherapie ab?
Am Anfang stehen wie immer Untersuchungen und Gespräche. Die Untersuchungen reichen von der Labordiagnostik über die Bestimmung des Stoffwechseltyps bis zur Familienanamnese und der Abklärung psychologischer Faktoren (z.B. Stressverarbeitung). Auf dieser Basis wird eine Ernährungsstrategie erarbeitet, die alle wesentlichen körperlichen und seelischen Faktoren mit einbezieht, ganz auf Sie und Ihre Ziele abgestimmt ist und die Sie auch tatsächlich im Alltag verwirklichen können. Anschließend finden regelmäßige Erfolgskontrollen und Gespräche statt. Das steigert die Motivation und ermöglicht bei Bedarf eine Anpassung der Strategie.
Welche Erfolge sind erreichbar?
Vitamine, Proteine, Fette und Kohlehydrate wirken auf unseren Körper stärker als die meisten Medikamente. Jedes mal, wenn wir sie zu uns nehmen, wird eine Kette von Prozessen in Gang gesetzt. Damit erlaubt eine individuell abgestimmte Ernährung die Steuerung vieler Prozesse. Leistungssteigerung, mehr Zufriedenheit und Lebensfreude, eine bessere Figur, ein “gesundes” Gewicht, Prävention von Krankheit und Alterungsprozessen, sowie Krankheitstherapie sind einige der möglichen Erfolge, die zu einem langen, gesunden, zufriedenen Leben beitragen.
Was kostet eine Therapie?
Die Kosten für die Untersuchung werden in der Regel von den privaten Krankenversicherungen übernommen. Die Kosten für die Therapie richten sich nach dem Einzelfall. Sie erhalten aber in jedem Fall ein transparentes, verbindliches Angebot, bevor Kosten entstehen.
Wie lange dauert eine Therapie?
Bei richtiger Anwendung nicht. Gefährlich sind nur selbstverordnete Diäten oder Ernährungsstrategien. Sie können zu Fehl- oder Mangelernährung führen. Auch die Einnahme von Vitaminpräparaten und Ernährungsergänzungspräparaten sollte nie im Selbstversuch erfolgen! Bei nicht individuell kontrollierter Einnahme bleiben diese Präparate oft ohne Wirkung, schlimmstenfalls schaden sie Ihnen!
Gibt es Risiken?
Nein. Die Untersuchungen können jederzeit erfolgen. Bei Therapiebedarf wird Sie Ihr Arzt aufklären.
Welchen Vorteil bietet eine Anti-Aging Therapie?
Durch unsere umfassende Stop Aging Kombinations-Therapie haben wir die Möglichkeit, alle für Ihr Wohlbefinden wichtigen Faktoren zu berücksichtigen. Die Therapie selbst kann differenzierter sein, da sie je nach Bedarf durch andere Bausteine (Bewegungs Medizin, Hormon Medizin, Krankheitsvorbeugung) ergänzt wird. Sie erhalten eine umfassende Beratung und Therapieempfehlung aus einer Hand, ohne dass Sie dafür von Spezialist zu Spezialist reisen müssen.
Was ist der Vorteil von ernährungsmedizinischer Betreuung?
Es geht nicht nur darum, gut auszusehen und Kilos zu verlieren. Viel wichtiger ist es, gesund zu bleiben. Sehr viele Diäten treiben zum Beispiel Wasser aus dem Körper. Das zeigt schnell Wirkung auf der Waage, schadet aber der Gesundheit. Nur eine medizinischen Betreuung kann zeigen, was für Sie wirklich gesund ist. Gleichzeitig werden sowohl eigene Vorlieben berücksichtigt als auch die alltägliche Umsetzbarkeit.
Warum gibt es den Jojoeffekt?
Eine kurzzeitige Radikaldiät wird vom Körper als “Hungersnot” interpretiert. Sobald man mit der Diät aufhört, ist der Körper bemüht, möglichst schnell wieder viel Fett einzulagern, um auf die nächste Hungersnot vorbereitet zu sein. Deshalb ist zum Abnehmen nur eine langsame, bewusste Ernährungsumstellung sinnvoll. Wichtig ist die Kombination mit Sport. Durch regelmäßige Bewegung erhöht sich auch der Energieumsatz in Ruhephasen, so dass man auch beim Nichtstun mehr verbrennt.
Wie kann man ohne Jojo-Effekt abnehmen?
Die Ursachen für Übergewicht können verschieden und komplex sein. Was dem einen hilft, kann dem anderen schaden. Genaue Untersuchungen und Beratungen können aufzeigen, wie, wo und wann Sie am besten etwas gegen die Extrapfunde tun können. Mehr dazu finden Sie im Kapitel Übergewicht.
Was ist von der Einnahme von Vitaminen gegen das Altern zu halten?
Einige Vitamine sind zwar sogenannte “Radikalfänger” und hilfreich in der Abwehr von schädigenden Sauerstoffangriffen, sie sollten aber trotzdem keinesfalls wie “Smarties” bedenkenlos “eingeworfen” werden, wie das heute oft der Fall ist. Eine ärztliche Beratung stützt sich auf die individuell erhobenen Befunde, Defizite und Risikofakoren.
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